Otto Sander

Otto Sander

* 30. Juni 1941 — † 12. September 2013Hanover, GermanySchauspiel
Otto Sander war ein deutscher Film-, Theater- und Synchronsprecher. Sander wuchs in Kassel auf, wo er 1961 das Friedrichsgymnasium abschloss. Nach der Schule leistete er 1961/62 seinen Wehrdienst bei der Bundesmarine und schied als Reserve-Fenrik aus. Anschließend studierte er Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie. 1965 gab er sein Schauspieldebüt am Düsseldorfer Kammertheater. Nach seinem ersten Filmengagement im selben Jahr brach er 1967 sein Studium ab und ging nach München, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Seine Karriere ist eng mit der Schaubühne in Berlin unter der Leitung von Peter Stein verbunden. Ab 1980 trat Sander auf verschiedenen Berliner Theaterbühnen auf, unter anderem 1981 am Schillertheater, 1985 an der Freien Volksbühne und 1989 an der Komödie am Kurfürstendamm. Zuletzt spielte er 2004 die Hauptrolle in „Hauptmann von Köpenick“ am Schauspielhaus Bochum. 1990 war er Jurymitglied der 40. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Zu seinen bekanntesten Filmrollen zählen der Engel Cassiel in „Der Himmel über Berlin“ und dessen Fortsetzung „So nah!“ von Wim Wenders sowie der traumatisierte U-Boot-Kommandant Kapitänleutnant Philipp Thomsen in Wolfgang Petersens „Das Boot“. Sander spielte außerdem einen Trompeter in „Die Blechtrommel“ (1979) und war in „Comedian Harmonists“, einer Filmbiografie über die gleichnamige Musikgruppe, zu sehen. Er spielte außerdem einen Professor in dem Film „The Promise“ über die Teilung Berlins durch die Mauer. 1999 wirkte er in Rosa von Praunheims Film „Der Einstein des Sex“ mit.