
August Diehl
4. Januar 1976West Berlin, West Germany [now Berlin, Germany]Schauspiel
August Diehl ist ein deutscher Film- und Theaterschauspieler, dem der Durchbruch mit seiner ersten Hauptrolle in Hans Christian Schmids 23 – Nichts ist so wie es scheint schaffte. Internationale Aufmerksamkeit errang er mit Die Fälscher, der den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film erhielt. Außerdem war er in den amerikanischen Großproduktionen Inglourious Basterds und Salt zu sehen.
August Diehl wurde am 04. Januar 1976 in Berlin geboren. Das Filmgeschäft ist für seine Eltern alles andere als unbekanntes Terrain: Sein Vater, Hans Diehl, ist Schauspieler und seine Mutter Kostümbildnerin. Auch August Diehls Bruder, Jakob Diehl, arbeitet als Schauspieler. Aufgewachsen ist August Diehl in Deutschland und Frankreich. Lange Zeit lebte er auf dem Land in Frankreich – ‘fast in der Wildnis’, wie August Diehl sagt. Er und seine Familie hätten Jahre in einem Haus in der Auvergne, das man nur zu Fuß erreichen konnte, gelebt. Seine Schulzeit verbachte er in Hamburg, Wien, Düsseldorf, Paris und Prien am Chiemsee und somit immer dort, wo es seine Eltern aus beruflichen Gründen hinzog. Er spricht fließend Französisch und außerdem auch Spanisch.
August Diehl studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin Schauspiel, nachdem er auch einer bayerischen Waldorfschule sein Abitur bestand. Als Vorbilder für seine Schauspielkarriere benennt er die Schauspieler Gert Voss, mit dem er sogar gemeinsam spielte, und Robert De Niro.
Diehl ist mit Produktionen wie seinem Kinodebüt 23 von 1998 oder Kalt ist der Abendhauch (2000) bekannt geworden. In Tattoo spielt er den Kriminalkommissar Marc Schrader, der auf der Suche nach einem Serienkiller ist und selbst bereits Erfahrungen mit dem Rotlichtmilieu und der Drogenszene gesammelt hat. In Was nützt die Liebe in Gedanken er einen jungen, philosophischen und dem Leben entrückten Selbstmörder. Neben seinen Auftritten vor der Kamera zieht es August Diehl immer wieder ans Theater. In seiner Rollenauswahl ist er sehr wählerisch und verkörpert meist düstere Charaktere.
Der Film Inglourious Basterds von Quentin Tarantino lief mit großem Erfolg auf den Filmfestspielen in Cannes 2009, zu seiner Besetzung zählten viele deutsche Schauspieler. Für August Diehl war diese Rolle ein großer Schritt in eine internationale Ausrichtung, von dem er für sich selbst erst verstehen und abwägen musste, was dieser für ihn bedeutete. Ende August 2010 zeigten sich nun die Früchte der transatlantischen Zusammenarbeit und August Diehl war in dem Agententhriller Salt mit Angelina Jolie als deren Ehemann und Spinnenforscher zu sehen. Jolies Partner Brad Pitt, einer der Protagonisten von Inglourious Basterds, hatte ihn für die Rolle vorgeschlagen.
August Diehl ist mit der Schauspielerin Julia Malik verheiratet. Gemeinsam traten sie im Mai 2008 bei den Recklinghausener Festspielen auf und im Mai 2009 wurde ihre Tochter in Berlin geboren.
Filmographie(36 Titel)

Das Verschwinden des Josef Mengele
2025·Film·7.1
Josef Mengele

Bonhoeffer
2024·Film·6.2
Martin Niemoller

Madame Sidonie in Japan
2024·Film·6.4
Antoine Perceval

Der Räuber Hotzenplotz
2022·Film·6.0
Petrosilius Zwackelmann

Der Parfumeur
2022·Film·3.6
Schauspiel

The Last Vermeer
2019·Film·6.7
Alex De Klerks

Die Neue Zeit
2019·Serie·7.3
Walter Gropius

Ein verborgenes Leben
2019·Film·7.4
Franz Jägerstätter

Parfum
2018·Serie·7.0
Moritz de Vries

Kursk
2018·Film·6.6
Anton Markov

Der junge Karl Marx
2017·Film·6.6
Karl Marx

Layla Fourie
2013·Film·5.6
Eugene Pienaar

Nachtzug nach Lissabon
2013·Film·6.8
Young Jorge O'Kelly

Die Abenteuer des Huck Finn
2012·Film·5.8
Alter Finn

Confession
2012·Film·4.3
Desgenais

Wir wollten aufs Meer
2012·Film·6.6
Andreas Hornung

Wer wenn nicht wir
2011·Film·6.3
Bernward Vesper

Salt
2010·Film·6.5
Mike Krause

Freischwimmer
2007·Film·6.0
Martin Wegner

Ich bin die Andere
2006·Film·5.2
Robert Fabry
Kein Bild
Feuer in der Nacht
2004·Film·6.5
Lukas Stein

Tattoo
2002·Film·6.3
Marc Schrader

Kalt ist der Abendhauch
2000·Film·7.2
Hugo Wimmer (jung)

23
1998·Film·7.2
Karl Koch











