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Methodik: So misst MovieRadar Streaming-Kataloge

Verantwortlich: Robert Miller · Stand:

Diese Seite beschreibt, woher die Daten von MovieRadar stammen, wie wir sie erheben und nach welchen Regeln unsere eigenen Auswertungen entstehen: die Katalog-Entwicklung der einzelnen Anbieter (etwa bei Netflix), der Anbieter-Vergleich und der monatliche Preisreport. Die Schwellenwerte auf dieser Seite stammen aus denselben Einstellungen, mit denen die Auswertungen rechnen, oder werden per Test gegen sie geprüft.

Datenquellen

Datenquellen von MovieRadar und ihre Inhalte
QuelleWas wir daraus beziehen
Streaming Availability API (Movie of the Night)Streaming-Angebote in Deutschland: Anbieter, Angebotsart (Abo, kostenlos, Leihen, Kaufen, Zusatzkanal), Qualitätsstufe, Audio- und Untertitelsprachen, Leih- und Kaufpreise, vom Anbieter angekündigte Ablaufdaten und das Datum, seit dem die Datenquelle ein Angebot führt.
TMDB (The Movie Database)Deutsche Titel, Inhaltsangaben (ersatzweise englische), Poster und Bilder, Besetzung und Regie, Trailer, Genres, Altersfreigaben sowie Bewertungen mit der Zahl der abgegebenen Stimmen.
OMDb APIZusätzliche Bewertungen von IMDb, Rotten Tomatoes und Metacritic.

Alle Angaben zu Angeboten, Preisen und Ablaufdaten stammen aus der Streaming Availability API, und auf diesen Angebotsdaten beruhen die Auswertungen. TMDB-Daten bestimmen nur, welche Titel einbezogen werden (Poster, Zahl der Stimmen).

TMDB Logo

This product uses the TMDB API but is not endorsed or certified by TMDB.

Streaming availability information provided by Streaming Availability API by Movie of the Night.

Erhebung

Zweimal täglich, um 6 und 18 Uhr UTC, fragt MovieRadar bei der Streaming Availability API alle Änderungen am deutschen Angebot seit dem letzten erfolgreichen Abruf ab: neue, geänderte, entfernte und bald ablaufende Angebote. Für jeden betroffenen Titel vergleichen wir die gelieferten Angebote mit den gespeicherten.

Jede Abweichung speichern wir als Ereignis mit Zeitstempel: Ein Angebot kam hinzu, fiel weg oder änderte seinen Preis. Ein Angebot ist dabei die Kombination aus Anbieter, Angebotsart, Qualitätsstufe (etwa HD oder 4K) und gegebenenfalls Zusatzkanal. Der Zeitstempel ist der Import-Lauf, der die Änderung übernommen hat, nicht der Tag, an dem der Anbieter sie vorgenommen hat.

Ereignisse bewahren wir unbefristet auf. Bis Oktober 2026 löschte jeder Import-Lauf Ereignisse, die älter als 6 Monate waren; das gespeicherte Protokoll beginnt deshalb im April 2026. Weiter reichen auch die Auswertungen nicht zurück. Ein monatlicher Preisreport wird bei seiner Erstellung als fester Stand gespeichert und bleibt danach abrufbar.

Datumsangaben auf den Titelseiten

Bedeutung der Datumsangaben bei Streaming-Angeboten
AngabeBedeutung
bei uns erfasst seitBeginn der aktuellen Verfügbarkeit laut unserem eigenen Ereignisprotokoll oder der Tag, an dem der Titel in unsere Datenbank kam. Das ist unsere Beobachtung, nicht der Starttermin beim Anbieter.
laut Datenquelle seitSeit diesem Tag führt die Streaming Availability API das Angebot. Auch das ist nicht zwingend der Starttermin beim Anbieter. Bei Angeboten, die am 11.03.2026 bereits in unserer Datenbank standen, ist es der Zeitpunkt unseres damaligen Imports.
laut Anbieter noch bisDer vom Anbieter angekündigte letzte Tag, wie ihn die Streaming Availability API übermittelt. Ohne Ankündigung zeigen wir kein Ablaufdatum.

Begriffe und Zählregeln

Diese Regeln gelten für die Katalog-Entwicklung der Anbieter, den Anbieter-Vergleich und die Listen „Neu bei …“.

Katalog

Ein Film oder eine Serie gehört zum Katalog eines Anbieters, solange dort mindestens ein Angebot im Abo oder kostenlos besteht. Gezählt werden Titel, nicht Angebote: HD und 4K sind zwei Angebote desselben Titels. Leih- und Kaufangebote gehören nie zum Katalog, ebenso wenig Zusatzkanäle, die über einen Anbieter gebucht werden (etwa Prime Video Channels).

Ausnahmen: Die Pakete von WOW führt unsere Datenquelle als Zusatzpakete; sie bilden dort den Katalog. Die kostenlosen Einträge bei RTL+ sind Trailer und zählen nicht. Kostenlose Serien bei Prime Video sind oft nur eine Probefolge, meist die erste Folge; sie zählen seit dem 17.10.2026 nicht mehr zum Katalog. Kostenlose Filme dort zählen.

Berücksichtigt werden die Titel, die MovieRadar auch in seinen Listen zeigt, also solche mit Poster und TMDB-Daten.

Zugang

Ein Titel wechselt von keinem auf mindestens ein Katalog-Angebot. Nicht als Zugang zählen Rückkehrer innerhalb von 7 Tagen nach einem Abgang und Erstbeobachtungen: Titel, die seit weniger als 7 Tagen in unserer Datenbank sind und ihre bestehenden Angebote mitbringen. Das ist Wachstum unserer Erfassung, nicht des Katalogs. Ausgenommen sind außerdem Einträge vor dem 04.03.2026, als zum Start der Aufzeichnung der gesamte bestehende Katalog als neu erfasst wurde.

Zugänge bleiben der schwächere Wert, weil auch eine wachsende Erfassung in der Datenquelle sie erhöhen kann. Wir weisen sie deshalb als beobachtete Zugänge aus und leiten daraus kein Katalogwachstum ab.

Abgang

Ein Titel verliert sein letztes Katalog-Angebot, und innerhalb von 7 Tagen kommt keines zurück. Ein Wechsel von HD auf 4K, auch über mehrere Tage verteilt, und kurze Aussetzer zählen deshalb nicht. Endgültig ist ein Abgang erst nach Ablauf dieser 7 Tage, bis dahin gilt sein Monat als vorläufig. Verschwindet ein Titel im selben Monat zweimal, zählt er einmal. Ist ein Titel wieder da, ohne dass wir die Rückkehr datieren können, zählt der Abgang nicht.

Rotationsrate

Der Anteil des Katalogs vom Monatsersten, der im Lauf des Monats abgegangen ist:

Rotationsrate = Abgänge aus dem Anfangsbestand ÷ Anfangsbestand

Rechenbeispiel: Stehen am Monatsersten 9.000 Titel im Katalog und gehen 90 davon im Lauf des Monats ab, beträgt die Rotationsrate 1 %. Titel, die erst während des Monats dazukamen und wieder gingen, zählen in der Monatstabelle als Abgang, in der Rate nicht.

Den Anfangsbestand rekonstruieren wir aus dem heutigen Katalog und den gespeicherten Ereignissen; Titel, die zu Monatsbeginn noch nicht in unserer Datenbank waren, gehören nicht dazu. Ausgewiesen wird die Rate des letzten abgeschlossenen Monats. Abgeschlossen ist ein Monat ab dem 8. Tag des Folgemonats (UTC), wenn auch seine letzten Abgänge die Frist von 7 Tagen hinter sich haben.

Der Anbieter-Vergleich zeigt nur Dienste mit eigener Seite auf MovieRadar und mindestens 500 Titeln zu Monatsbeginn, weil der Prozentwert darunter schon bei wenigen Abgängen stark schwankt.

Für RTL+ liefert unsere Datenquelle derzeit keine verlässlichen Abgangsdaten: Eine Stichprobe vom Oktober 2026 fand zwei Drittel der als abgegangen erfassten Titel weiter im RTL+-Abo. RTL+ ist deshalb nicht im Rotations-Vergleich enthalten.

Zeitraum

Die Monatstabelle beginnt mit dem ersten Kalendermonat, der vollständig im gespeicherten Ereignisprotokoll liegt, und reicht bis zum laufenden Monat. Er ist als „laufend“ gekennzeichnet, Monate mit noch nicht endgültigen Abgängen als „vorläufig“.

Für die Zählregeln gibt es Beispielfälle als automatisierte Tests, die bei jeder Änderung am Code laufen.

Preisreport

Der Preisreport fasst jeden abgeschlossenen Kalendermonat zusammen. Er entsteht automatisch, sobald die Preise der letzten Monatstage ihre Haltefrist von 7 Tagen und die letzten Abgänge ihre Rückkehrfrist von 7 Tagen hinter sich haben: beim ersten Import-Lauf ab dem 8. Tag des Folgemonats, planmäßig dann um 6 Uhr UTC. Er wird als fester Stand gespeichert. Wird ein Report nachträglich neu berechnet, nennt er unter der Überschrift das Datum der Aktualisierung.

Oben fasst jeder Report in bis zu drei Sätzen das Wichtigste zusammen: den Dienst mit den meisten Abgängen bekannter Titel, die Rotationsrate der im Anbieter-Vergleich gezeigten Dienste im selben Monat und die Bewegung der Leih- und Kaufpreise. Die Sätze entstehen automatisch aus den Zahlen des Reports.

Der Report zählt nur bekannte Titel: solche mit TMDB-Daten und mindestens 200 Stimmen bei TMDB.

Zählregeln des Preisreports je Kategorie
KategorieRegel
Preissenkungen und PreiserhöhungenNur Leih- und Kaufpreise. Ein neuer Preis zählt erst, wenn er mindestens 7 Tage gilt; ein Preis, der früher wieder wechselt, gilt als nie gewesen. Je Titel, Anbieter, Angebotsart und Qualitätsstufe vergleichen wir den so gezählten Preis am Monatsende mit dem am Monatsanfang. Sind beide gleich, zählt keine Änderung – auch dann nicht, wenn eine kurze Aktion dazwischen lag. Hat ein Titel mehrere Veränderungen, entscheidet die betragsmäßig größte, ob er günstiger oder teurer wurde; Durchschnitt und Median rechnen mit diesem Wert. Die Anbieter-Tabelle rechnet je Titel und Anbieter.
Auffällige PreissprüngeEin neuer Preis unter 0,99 €, ein Aufschlag von mehr als 200 % oder ein Nachlass auf weniger als ein Drittel des alten Preises zählt nicht in den Summen und führt keine Liste an. Der Report zeigt solche Sprünge gesondert, denn sie können Beginn oder Ende einer Aktion oder ein Fehler in den Daten sein. Die Regel gilt in beide Richtungen, damit eine Aktion nicht an ihrem Beginn als Senkung zählt und an ihrem Ende als Ausreißer wegfällt.
NeuzugängeEin Titel bekam im Monat bei einem Anbieter ein Abo- oder Gratis-Angebot (Katalog-Regeln wie oben) und verlor dort im selben Monat keines dieser Art. Hat er dort bei Erstellung des Reports ein Angebot dieser Art, das laut Datenquelle schon vor Monatsbeginn bestand, ist er kein Neuzugang – etwa bei einer neuen Qualitätsstufe neben einem bestehenden Angebot.
AbgängeEin Titel verlor im Monat bei einem Anbieter ein Abo- oder Gratis-Angebot, bekam dort im selben Monat keines dieser Art hinzu und hat bei Erstellung des Reports dort kein Angebot dieser Art mehr.

In den Gesamtzahlen zählt jeder Titel einmal, in der Anbieter-Tabelle einmal je Anbieter. Ein Abgang heißt also nicht, dass ein Titel nirgends mehr zu sehen ist.

Preisreport und Katalog-Entwicklung im Vergleich

Beide Auswertungen beruhen auf demselben Ereignisprotokoll, zählen aber unterschiedlich. Ihre Zahlen weichen deshalb voneinander ab.

Unterschiede zwischen Preisreport und Katalog-Entwicklung
MerkmalPreisreportKatalog-Entwicklung
Titelbekannte Titel (ab 200 TMDB-Stimmen)alle Titel mit Poster und TMDB-Daten
Abgangim Monat entfernt und bei Erstellung nicht zurück7 Tage ohne Rückkehr
Zugangneu im Monat, kein Angebot derselben Art laut Datenquelle schon vor Monatsbeginnohne Rückkehrer und ohne Erstbeobachtungen (7 Tage)
Standfester Stand bei Erstellunglaufend aus dem Ereignisprotokoll berechnet

Grenzen der Daten

  • Abdeckung: MovieRadar sieht nur, was die Streaming Availability API für Deutschland führt. Fehlt dort ein Anbieter oder Titel, fehlt er auch hier; wächst die Erfassung dort, kann das bei uns wie ein Zugang aussehen.
  • Zeitpunkte: Wann eine Änderung erkannt wird, bestimmt die Datenquelle. Wir übernehmen sie beim nächsten Import-Lauf; das Datum eines Ereignisses ist das dieses Laufs.
  • Rückblick: Unser Ereignisprotokoll beginnt im April 2026, weil wir Ereignisse bis Oktober 2026 nach 6 Monaten gelöscht haben. Frühere Zeiträume können wir nicht auswerten; bereits erschienene Preisreports bleiben erhalten.
  • Auswahl: Der Preisreport berücksichtigt nur bekannte Titel und bildet deshalb nicht jede Veränderung ab.
  • Aktionen: Eine befristete Preisaktion, die mindestens 7 Tage läuft, zählt der Preisreport als Senkung und an ihrem Ende als Erhöhung, bei einer Aktion über den Monatswechsel in zwei verschiedenen Reports. Ist ihr Preissprung auffällig (siehe oben), steht sie an beiden Enden gesondert statt in den Summen. Ob ein Preis befristet ist, wissen wir bei Erstellung des Reports nicht.
  • Anbieterangaben: Preise und Ablaufdaten geben wir so wieder, wie die Datenquelle sie liefert. Maßgeblich ist das Angebot beim Anbieter.

Korrekturen und Kontakt

Stellt sich eine Zählweise als falsch heraus, korrigieren wir sie und kennzeichnen die Korrektur mit Datum auf den betroffenen Seiten, bei Datensätzen auch in deren strukturierten Daten. So steht es etwa auf den Seiten zur Katalog-Entwicklung und im Anbieter-Vergleich:

Korrektur vom 28.09.2026: Bis zu diesem Tag zählten Abgänge, Zugänge und Rotationsrate einzelne Angebotszeilen – jede Qualitätsstufe sowie Leih-, Kauf- und Zusatzkanal-Angebote – statt Titel und fielen dadurch deutlich zu hoch aus. Seitdem zählen nur Titel im Abo oder kostenlos; ein Qualitätswechsel oder eine Rückkehr innerhalb von 7 Tagen gilt nicht als Abgang. Früher veröffentlichte Werte sind damit überholt.

Ändern wir eine Zählregel, ohne dass die alte falsch war, nennen wir die Änderung ebenso mit Datum:

Änderung vom 17.10.2026: Seit diesem Tag zählen kostenlose Serien bei Prime Video nicht mehr zum Katalog. Prime Video kennzeichnet eine Serie als kostenlos, sobald ein Teil davon mit Werbung läuft; oft ist das nur die erste Folge, der Rest steckt im Abo oder kostet extra. Eine Serie, die bei Prime Video nur eine solche Probefolge hat, gehört deshalb nicht zum Katalog, und der Wegfall einer Probefolge ist kein Abgang. Kostenlose Filme zählen weiter. Katalogzahl, Abgänge, Zugänge und Rotationsrate von Prime Video sind für alle Monate nach dieser Regel neu berechnet; früher veröffentlichte Werte enthalten die Probefolgen noch.
Änderung vom 17.10.2026: Bis zu diesem Tag verglich der Preisreport für Leih- und Kaufpreise den ersten alten mit dem letzten neuen Preis eines Monats. Eine befristete Aktion über den Monatswechsel zählte so im einen Monat als Senkung und im nächsten als Erhöhung, auch wenn sie nur wenige Tage dauerte. Seitdem zählt ein Preis erst, wenn er mindestens 7 Tage gilt, und ein neuer Preis unter 0,99 €, ein Aufschlag von mehr als 200 % oder ein Nachlass auf weniger als ein Drittel des alten Preises steht gesondert statt in den Summen. Jeder Report erscheint deshalb erst am 8. des Folgemonats. Die Monatsreports, die unser gespeichertes Ereignisprotokoll vollständig abdeckt, sind nach diesen Regeln neu berechnet; ihr Kopf nennt das Datum der Aktualisierung. Ältere Reports behalten ihren Stand.

Die Katalog-Entwicklung und der Anbieter-Vergleich dürfen mit Quellenangabe („MovieRadar.tv“) und Link zitiert werden.

Hinweise auf Fehler und Fragen zur Methodik bitte per E-Mail an info [at] movieradar.tv.

Verantwortlich: Robert Miller, Betreiber und Autor von MovieRadar.